NACHLASS REGELN, STREIT VERMEIDEN

Es empfiehlt sich, den „letzten Willen“ frühzeitig schriftlich festzuhalten und sich rechtzeitig mit dem komplexen Thema zu befassen.
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Mehr als die Hälfte der Deutschen hat kein Testament

Deutschland ist ein Land der Erben. Ob Geld, Häuser oder Grundstücke: Bis 2024 werden nach Schätzungen des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) 3,1 Billionen Euro an Privatvermögen vermacht. Mehr als die Hälfte der Bundesbürger hat jedoch bislang kein Testament verfasst – die Beschäftigung mit dem Thema ist den meisten unangenehm. „Dabei könnte eine Nachlassregelung in vielen Fällen verhindern, dass sich Familien streiten”,
betont Johannes Goth, Vorstand der Deutschen Anwaltshotline AG.
 Sich auf die gesetzliche Erbfolge zu verlassen, ist nicht immer sinnvoll. Ohne Testament etwa
erbt eine Ehefrau beim Tod ihres Mannes in der Regel nur die Hälfte des Vermögens, den Rest erhalten die Kinder. Unter Umständen müsste die Ehefrau beispielsweise das mit dem Verstorbenen erworbene Haus verkaufen, damit sie ihre Kinder auszahlen kann. Soll die Ehefrau Alleinerbin werden, ist ein Testament nötig. Das gilt auch, wenn Kinder untereinander nicht gleichgestellt werden sollen, etwa weil eines bereits vorab einen Geldbetrag erhalten hat.
Wer sein Erbe einer gemeinnützigen Organisation vermachen möchte, Nichtverwandte berücksichtigen oder Personen vom Erbe ausschließen
will, muss seinen „letzten Willen“ ebenfalls schriftlich festhalten.
Ein rechtlich unanfechtbares Testament zu verfassen, ist allerdings komplex – viele fühlen sich damit überfordert. Konkrete Hilfe bieten Rechtsschutzversicherer und auf Erbrecht spezialisierte Anwälte.



Dankbare Pflanzen

Wunderschöne Sonnenbegonien in kräftig leuchtenden Farben.
Foto: TBF

Begonien eignen sich hervorragend für die sommerliche Grabbepflanzung

Viele Menschen empfinden regelmäßige Grabpflege nicht als Pflicht, sondern als Teil aktiver Trauerbewältigung. Besuche am Grab der Verstorbenen und die Pflege ihrer Stätte können diesen Weg positiv unterstützen. Wer sich aus meist räumlichen oder zeitlichen Gründen nicht in der Lage sieht, ein Grab selbst zu pflegen, nimmt mitunter die professionelle Hilfe von Friedhofsgärtnern in Anspruch, die die Arbeit zuverlässig und mit Gespür für die richtige Gestaltung erledigen können.
So ist beispielsweise die Eisbegonie oder auch das Gottesauge (Begonia x semperflorens-cultorum) dabei eine Standardpflanze für die Grabbepflanzung im Sommer. Auf zahlreichen Gräbern auf den Friedhöfen ist sie nun zu finden. Allein in der Familie der Begonien gibt es zahlreiche Arten mit unterschiedlichen Eignungen und Ansprüchen. Friedhofsgärtner wissen welche Begonienarten auf welches Grab passen und wie man sie richtig kombiniert.
Eisbegonien tragen ihren botanischen Namen zu Recht, denn semperflorens heißt immerblühend. Von Mai bis zum ersten Frost blühen Eisbegonien unermüdlich. Der deutsche Name Eisbegonie ist allerdings etwas irreführend, denn Eis beziehungsweise Frost vertragen diese Pflanzen gar nicht. An den Standort stellen Eisbegonien keine hohen Ansprüche. Sie mögen es am liebsten halbschattig, aber selbst in praller Sonne oder auch im Schatten gedeihen sie gut.
Was man über Eisbegonien sonst noch wissen sollte, erklärt Stefan Wenzel, Inhaber der Gärtnerei Wenzel aus Fürth: „Eisbegonien sind so beliebt bei der Grabbepflanzung, weil sie wirklich dankbare Pflanzen sind. Sie benötigen wenig Pflege, wenig Wasser und blühen dennoch durchgehend. Dadurch dass sie in großen Stückzahlen produziert werden und nur eine vergleichsweise kurze Anzuchtzeit bis zur Vermarktungsreife brauchen, können die Pflanzen preisgünstig angeboten werden. Dies spielt bei der Bepflanzung von Gräbern mit einer großen Pflanzfläche durchaus eine Rolle. Damit Eisbegonien in der vollen Sonne keinen Sonnenbrand bekommen, ist eine Abhärtung der Pflanzen bei der Anzucht unerlässlich. Das heißt, die Eisbegonien müssen eine Zeit lang im Folienhaus an die UV-Strahlung gewöhnt werden. Gottesaugen, die nur im Gewächshaus vorgezogen wurden, reagieren empfindlich auf pralle Sonne und bilden braune Sonnenbrandflecken auf den Blättern.“
Knollenbegonien (Begonia x tuberhybrida) lieben es eher schattig. Sie stellen zum Beispiel für Gräber auf Waldfriedhöfen eine großartige Alternative dar. Es gibt sie in vielen verschiedenen, leuchtenden Farben.
Mit ihren großen Blüten bringen sie Farbe in dunkle Ecken. Für sonnige Gräber sind, wie es der Name schon sagt, Sonnenbegonien oder auch Elatiorbegonien (Begonia elatior `Solenia‘) am besten geeignet. Die angebotene Farbenvielfalt ist groß und dank des aufrechten Wuchses ist der Einsatzbereich sehr breit. Dragon-Wing-Begonien sind durch ihren überhängenden Wuchs vor allem für größere Gräber passend. Sie sind für Sonne wie für Schatten geeignet, dauerblühend und lassen sich hervorragend mit Polsterstauden kombinieren.
Weitere Infos zur Arbeit der Friedhofsgärtner unter www.dauergrabpflege-bayern.de .



Vertrauensvolle Vorsorge

Bestatter bieten sogenannte Bestattungsvorsorgeberatungen an

Mitten im Leben denkt niemand gerne an den Tod. Doch im Sterbefall muss heute jeder Mensch für seine eigene oder die Bestattung seiner Angehörigen selbst aufkommen. Wie die Finanzen im Todesfall aussehen, ist angesichts eventuell anfallender Pflege- und Heimkosten kaum vorherzusehen.
Wer vorsorgt, entlastet seine Angehörigen. Bestattungsvorsorge bedeutet aber auch, die eigenen Wünsche für die dereinstige Bestattung inhaltlich und finanziell abzusichern.  
Bestatter bieten sogenannte Bestattungsvorsorgeberatungen an. Im Beratungsgespräch lassen sich alle Fragen zum Thema Bestattungsvorsorge offen und vertrauensvoll besprechen. Die individuellen Wünsche und Vorstellungen jedes einzelnen sind dabei maßgebend.  
Bei der Wahl des richtigen Bestatters bietet beispielsweise der Bundesverband Deutscher Bestatter (BDB) eine objektive Entscheidungshilfe und steht bei allen Fragen zur Bestattungsvorsorge hilfreich zur Seite.



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