Fragen rechtzeitig klären

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Aeternitas Ratgeber „Todesfall und Nachlass – Vorsorgen für Erbschaft und Bestattung“ erschienen

Im Trauerfall muss nicht nur die Bestattung organisiert werden. Im Anschluss tauchen auch immer wieder zahlreiche Fragen zum Thema Erbschaft auf.
Wer rechtzeitig und umfassend vorsorgt und Bestattung und Nachlass regelt, hilft den Hinterbliebenen. Um die eigenen Bestattungswünsche abzusichern, empfehlen Experten deshalb die rechtzeitige Vorsorge. Dazu sollten die Wünsche zu Lebzeiten benannt und möglichst auch schriftlich festgehalten werden.
Darüber hinaus ist es sinnvoll zu regeln, wer nach dem eigenen Tod die Wünsche umsetzen soll, zum Beispiel Verwandte, Freunde oder aber auch ein bestimmter Bestatter. Haben Verstorbene zu Lebzeiten nicht vorgesorgt, stehen die Hinterbliebenen häufig vor einem Berg offener Fragen. Sie können dann oft nur vermuten, was im Sinne des Verstorbenen wäre. Die immer zahlreicheren Beisetzungsvarianten auf Friedhöfen, aber auch außerhalb, erhöhen zwar die Auswahl, sorgen aber ebenso für Ratlosigkeit.
Wer sich nicht auf die gesetzliche Erbfolge verlassen will, sollte im Rahmen einer umfassenden Vorsorge auch den Nachlass regeln, zum Beispiel in einem Testament.
Hier gilt das Gleiche wie für die Bestattungswünsche: Die Angehörigen – im Regelfall auch die Erben – erhalten Klarheit, der Vorsorgende die Gewissheit, dass seine Wünsche umgesetzt werden. Manchmal hängen Fragen der Bestattung auch mit dem Nachlass und den Rechten und Pflichten der Erben direkt zusammen. Zum Beispiel sind Erben gesetzlich verpflichtet, die Bestattungskosten zu tragen. Wichtig ist an dieser Stelle der Hinweis, dass die Bestattungswünsche selbst nicht ins Testament gehören. Denn dieses wird meist erst Wochen nach dem Tod und der Bestattung geöffnet.
Wichtige Fragen zu Bestattungsvorsorge und Nachlass beantwortet der neu erschienene „Ratgeber Todesfall und Nachlass – Vorsorgen für Erbschaft und Bestattung“, der von Aeternitas e.V., der Verbraucherinitiative Bestattungskultur, aktuell herausgegeben wurde.
Der 128 Seiten umfassende Ratgeber ist bei Aeternitas zum Preis von zehn Euro (Mitglieder zahlen nur acht Euro) zuzüglich Versandkosten erhältlich.

 



Tod, Trauerfall und Bestattung

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Am Tag der offenen Tür im Palais Lerchenfeld am 26. November informieren und beraten Mitarbeiter der Städtischen Friedhöfe München und der Städtischen Bestattung

Der Tod ist Teil des Lebens. Kommt ein Mensch aber mit dem Tod in Berührung, so fühlt er eine große Unsicherheit und Angst in sich. Oft entsteht diese Unsicherheit und Angst aus Unwissenheit – man ist dem Thema Tod und Bestattung ausgewichen. Jedoch müssen weitreichende Entscheidungen getroffen werden, wenn ein nahe stehender Mensch stirbt. Es stellen sich Fragen wie: Was würde die verstorbene Person wollen? Soll es eine Feuerbestattung oder eine Erdbestattung sein? Welche Grabart soll gewählt werden?
Vieles spricht dafür, sich schon früh mit Angehörigen über die Wünsche und Erwartungen auszutauschen oder vielleicht sogar über einen Bestattungsvorsorgevertrag nachzudenken.

Führungen und Vorträge
Beim Tag der offenen Tür am Samstag, 26. November, im Palais Lerchenfeld, Damenstiftstraße 8, informieren und beraten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städtischen Friedhöfe München und der Städtischen Bestattung von 9.30 bis 17.30 Uhr über ihre Arbeit und rund um das Thema Tod und Bestattung.
Die Besucherinnen und Besucher können sich einen individuellen Überblick verschaffen – etwa über die neue Urnenanlage „Mosaikgärten“ am Westfriedhof. Zudem werden ein Vortragsprogramm, Beratungsangebote zu verschiedenen Themen und Führungen durch das Palais Lerchenfeld angeboten.
Im Vortragsraum sprechen Peter Kotzbauer und Christian Vogt von der Städtischen Bestattung um 10.30 Uhr über das Thema „Bestattungsvorsorge und Trauerfall“. Der Diplom-Theologe und Trauerbegleiter Anton Aschenbrenner referiert um 12.30 Uhr zu dem Thema „Bestattung heute – zwischen Inszenierung und Entsorgung“. Am Nachmittag um 14.30 Uhr berichtet Dr. Michaela Harbeck, Konservatorin der Staatssammlung für Anthropologie und Paläoanatomie München, mit dem Beitrag „Der alte Winthirfriedhof in Neuhausen – eine anthropologische Reise in die Vergangenheit“ über die Ausgrabungen am Friedhof Neuhausen. Um 16 Uhr informieren Marie-Theres Fimberger und Armin Wagner die Besucherinnen und Besucher zum Thema „Digitaler Nachlass – Digitale Vorsorge“. Ebenfalls um 16 Uhr können sie im Foyer Trauermusik live mit einem Bläserquartett erleben, dazu gibt es kleine Geschichten um die Trauermusik von Peter Kotzbauer.

Führungen durch einen Teil des Palais Lerchenfeld gibt es um 9.45, 11.45 und 13.45 Uhr,
Treffpunkt ist jeweils im Foyer.

Die Städtische Bestattung präsentiert ihre Leistungen zur Gestaltung einer Bestattung, zur Bestattungsvorsorge, zur Grabpflege und informiert auch über alternative Bestattungsformen, z.B. Seebestattung und Baumbestattung. Die Städtischen Friedhöfe München beantworten unter anderem Fragen zu den verschiedenen Grabangeboten, zu den Verabschiedungsräumen, zur Urnenaufbahrung, zu Gebühren, zur Einäscherung und auch zu den sogenannten Bestattungen von Amts wegen. Die Städtischen Friedhöfe München führen Bestattungen und Trauerfeiern auf den Münchner Friedhöfen durch. Auch sind sie verantwortlich für die Pflege und den Unterhalt der Friedhöfe. Sämtliche Dienstleistungen in dem Bereich der Bestattungen werden von der Städtischen Bestattung angeboten.

Die Vorträge und Beratungen sind kostenfrei. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu den Vorträgen ist begrenzt.
Infos unter www.muenchen.de/friedhof



Trauerhilfe für Kinder

Am 24. November 2016 um 19 Uhr stellt Marielle Seitz ihr Familienbuch „BRIEFE DIE ZUM HIMMEL FLIEGEN“ in der Buchhandlung Lesetraum vor

Wenn Kinder dem Tod begegnen, fehlen ihnen häufig die Worte. Indem sie „L(i)ebensbriefe“ – so der Titel des interkulturellen Kunstprojekts
von Marielle Seitz – schreiben, können sie einen Weg finden, ihre Fragen, Phantasien und Ängste mitzuteilen.
Die Grundidee ist, dass Kinder und Erwachsene Briefe an verstorbene Menschen in liebevoller
Erinnerung schreiben und zeichnen. Das Projekt veranschaulicht damit das existenzielle Thema
Tod im Leben von Kindern und ihrer Familien.
Es ist eine sinnliche Kommunikation zwischen der Welt der Lebenden und der Toten.
Auf kindgerechte Art und Weise wird dieses Trauerprojekt von vielen Pädagogen und Familien umgesetzt.
Eine große Ausstellung zum Thema ist noch
bis zum 24. November in der Jesuitenkirche
St. Michael zu sehen.
Zudem ist zu dem Projekt nun ein etwas anderes Trauerbuch entstanden, das man gut mit Kindern betrachten und besprechen kann. Die Kunstpädagogin und Therapeutin Marielle Seitz stellt
24. November ihr neues Buch „Briefe die zum Himmel fliegen“ (Kösel Verlag) vor und steht im
Anschluss auch noch für Gespräche zur Verfügung.
Anmeldung erforderlich. Der Eintritt ist frei.
Buchhandlung Lesetraum (Sankt Michaelsbund), Herzog-Wilhelm-Straße 5, 80331 München, Tel. 089/23225-420, www.michaelsbund.de/buchhandlung, Email: buchhandlung@st-michaelsbund.de

 



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